IMG 2085Unsere Jugendreise begann dieses Jahr am 19.08.  Trotz wiederholter Ansage, dass keine Rollkoffer, Hartschalenkoffer mitgebracht werden sollten, gab es auf Grund dieser wieder einige Schwierigkeiten beim Packen. Davon ließen wir uns aber nicht abhalten, sodass wir unsere Reise um 13 Uhr starten konnten. Die Fahrt dauerte etwa drei Stunden und ging nach Bredebrø im Süden Dänemarks. Wir legten einen Zwischenstop im bereits aus dem Vorjahr bekannten Skandinavien Park ein.

Dort deckten wir uns mit reichlich Süßigkeiten und Getränken ein. Nach ca. einer Stunde erreichten wir zum ersten Mal unser Ferienhaus in Dänemark. Das Haus überzeugte uns sofort: Im Wohnzimmer gab es eine Tischtennisplatte, einen Tischkicker, eine Billardtisch sowie eine Dartscheibe. Desweitern standen uns im Garten ein großer Pool sowie ein Whirlpool zur Verfügung. Nach der Ankunft haben wir die Zimmer bezogen, wobei es sich überwiegend um zweier Zimmer handelte. 

 

 

In den darauf folgenden zwei Wochen haben wir verschiedenste Highlights erlebt. Eines davon war mit Sicherheit unsere Traditionelle Wikingertaufe, wo sich die Teilnehmer einen Wikingernamen verdienen mussten. Die Teilnehmer aus dem Vorjahr, die noch ihre Namen wussten, hatten das Privileg als Helfer teilnehmen zu dürfen. Diejenigen, die ihren Namen aus dem Vorjahr vergessen hatten, wurden mit einem noch komplizierterem Namen getauft wie zum Beispiel „Gukirknir Lorojolfr der ListigeIMG 2856“. Um sich für die Taufe zu qualifizieren, mussten die Teilnehmer in vierer Gruppen vier Prüfungen von Loki, Thor, Freya und dem Göttervater Odin bewältigen. Die erste Prüfung von Freya bestand darin, die Aussage „Werdet eins mit der Natur“ zu erfüllen. Dafür ließen sich viele im Sand einbuddeln oder versteckten sich im hohen Gras. In der zweiten Prüfung verlangte Thor, ein gezieltes Hammerwerfen. Bei Loki musste ein Säuresee durch Teamwork möglichst schnell überwunden werden. Zuletzt kam es bei Odin zum Gladiatorenkampf zwischen den Gladiatoren von Odin und den Prüflingen in Quabbel-Haltung. Nachdem die Prüfungen bestanden waren, erhielten die angehenden Wikinger den Segen der nordischen Götter in Form eines Symbols im Gesicht und somit stand der Taufe nichts mehr im Wege. Nacheinander wurden wir aufgerufen, um unseren neuen Namen von Odin bei einem Horn Met zu erhalten. 

Ein weiteres Highlight war unser Ausflug auf Sylt. Dazu ist wichtig zu erwähnen, dass wir täglich einen Ding-Dong König kürten, der das Privileg hatte fünf Mal am Tag laut und deutlich „Ding-Dong“ zu rufen. Sobald das passierte, mussten alle anderen, außer die Betreuer selbstverständlich, vor ihm auf den Boden fallen und ihn laut und deutlich preisen. Mitten auf dem Markt in List auf Sylt nutzte Florian diese Gelegenheit im vollen Maße aus, wodurch wir sehr erstaunte und belustige Blicke ernteten. Nach dieser Peinlichkeit  haben wir dann das Erlebniszentrum Naturgewalten besucht und uns über die vielfältigen Art und Weisen  auftretender Naturkatastrophen informiert. Anschließend hatten wir noch eine Stunde Zeit für Sight-Seeing, was mehr als genug Zeit war. Abends wurde im Zuge der Late-Night-Show unser Wissen über diese Naturgewalten in Form eines Quiz geprüft. 

Diese Late-Night-Show erfreute uns jeden Abend mit täglich abwechslungsreichen Aktionen oder Vorführungen. Die Bredebrø Late-Night-Show  bestand darin, dass sich die Betreuer für jeden einzelnen Abend eine lustige oder auch manchmal peinliche Aktionen für uns ausdachten. Die Highlights waren definitiv die Powerpoint Karaoke, Herzblatt und Mister Dänemark. Die Powerpoint Karaoke funktionierte folgendermaßen: Im Voraus haben die Betreuer die Themen rausgesucht, über die wir eine Powerpoint Präsentation halten mussten. Der Haken bei der Sache war allerdings, dass wir nicht wussten, was wir präsentieren mussten. Somit haben einige von uns eine Präsentation über Stricken, Bäume, Dialekte, Gesetze und den Berüchtigten Ottomotor gehalten. Bei Herzblatt mussten fünf männliche Teilnehmer, um die Gunst der wunderbaren Rebekka werben. Dies schafften sie, indem sie geschickt und charmant auf die Fragen von Rebekka antworteten. Ihr zur Hilfe stand ein Diplompsychologe zur Verfügung, der die Antworten der Teilnehmer aus psychologischer Sicht deuten musste. Das größte Highlight der Bredebrø Late-Night-Show war allerdings die Aktion Mister Dänemark. Dabei mussten alle männlichen Teilnehmer in harten und männlichen Wettkampf sich als das Alpha-Tier Dänemarks beweisen. Die erste Runde diente dazu, die Spreu vom Weizen in einer sportlichen Disziplin, in Form von Unterarmsütz, zu trennen. Mehr als die Hälfte der Wettkämpfer schied bereits aus. In der zweiten Runde mussten die Konkurrenten ihren besten Anmachspruch vor der mehr oder weniger weiblichen Jury auf die Probe stellen. Wer es in die dritte Runde geschafft hat, durfte nun seine ganzes Können auf die Probe stellen. In einem 1-minütigem Gespräch mussten sie es schaffen, das Interesse eines Jurymitglieds  zu wecken. Hierbei kam es wie erwartet zu einigen sehr peinlichen Annäherungsversuchen. Wer diese Runde überstand, durfte sich schon mal Gedanken über die Zukunft machen, da er einen Plan über das zukünftige Haus für ihn und seine Partnerin erstellen musste. Nach dieser Runde kam das Halbfinale, wo die letzten vier die Ehre hatten, zu einem im Voraus bestimmten Song performen zu dürfen. Die ausgewählten Songs waren: „Durch den Monsun“, “Livin‘ on the prayer“, „What does the fox say“ und „Ding Dong Song“. Nach den mehr oder weniger famosen Auftritten fanden nur zwei den Weg ins Finale. Die Finalisten mussten beweisen, dass sie sich in die Frauen hineinversetzen können. Dies bewiesen sie durch schnelles und gekonntes schminken der eigenen Gesichter mit Fingerfarben.

Abgesehen von diesen Beispielen gab es noch viele weitere schöne Aktionen. Hierzu gehörten die Poolparty,

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das alljährliche, traditionelle Quabbeln und Synchronschwimmen im Pool. Außerdem konnten wir unsere Kreativität in mehreren Spielen beweisen, beispielsweise beim Aufbau eines Minigolf Parcours, Aufbau einer Murmelbahn und beim Sandburgenbau. Im Pool haben wir auch sehr gerne Wasserball gespielt. Bei schlechtem Wetter haben wir auf Gesellschaftsspiele wie Werwolf, Kuhhandel und Siedler von Catan zurückgegriffen. Mit kurzen Ausflügen nach Rømø konnten wir auch etliche Geländespiele wie das allseits beliebte Capture the Flag, Cluedo und die alternative Olympiade. Bei dieser Olympiade wurden viele Disziplinen einer richtigen Olympiade etwas neu interpretiert. 

Abschließend kann man sagen, dass die Reise wie die Jahre zuvor ein voller Erfolg war und wir uns jetzt schon wieder auf das kommende Jahr freuen!

 

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