An dem jährlichen Sommerlehrgang in Pulheim bei Köln nahmen dieses Jahr zwischen 70 und 80 Aikidokas teil, um eine Woche lang gemeinsam zu trainieren, und auch aus dem Reinbeker Dojo waren sieben Personen dabei.

Pulheim 2017 500Zwei von uns übernachteten in Zelten auf dem Gelände neben der Halle. Direkt nach der Ankunft am Samstag bauten wir in brütender Hitze unsere Zelte auf und waren schon schweißgebadet, als die erste 2,5-stündige Einheit begann. Dies erste Training – unter drückender Hitze – fand statt unter der Anleitung von Meister Hatayama. Während uns Meister Asais Techniken bereits bekannt waren, unterschieden sich Hatayamas von diesen in einigen wichtigen Details. Allerdings gelang es ihm diese Unterschiede sehr verständlich und gut zu erklären und darzustellen. Dennoch bereiteten uns diese ungewöhnten Bewegungen häufiger mal Schwiergigkeiten. Als die Einheit dann um 17:30 endete waren wir alle mit unseren Kräften völlig am Ende, und sehnten uns vor allem nach einer erfrischenden Dusche. An ein Ausruhen war aber leider noch nicht zu denken; erst müssten wir ins benachbarte Sinnersdorf, um Vorräte einzukaufen.

Der nächste Tag begann mit einem kurzen Frühstück, bestehend aus etwas Müsli oder Brot, und dann ging es schon wieder für die nächste Einheit auf die Matte. Erneut forderte Meister Hatayama uns alles ab, sodass wir die 3-stündige Pause zwischen den beiden Einheiten nutzten, um etwas zu essen und um uns zu erholen.

Die Nachmittagseinheit wurde dann von Meister Asai gegeben, welcher uns Shihō nage üben ließ. Die letzten 20 Minuten wurden genutzt um mit dem Bokken Shihō nage zu üben.

Pausenloser Regen von Sonntag bis Dienstag ließ uns in unseren Zelten fast absaufen, aber rechtzeitig zum Grillen am Mittwoch ließen die Wolkenbrüche nach. Meister Asai spendierte 50 Liter Kölsch und dem grillen folgten Diskussionen und Kartenspielen bis spät in die Nacht.

Während zu Beginn der Woche das Training noch sehr anstrengend und ermüdent war, stellte sich nach einigen Tagen eine Routine ein, sodass wir das Training nun in vollen Zügen genießen konnten.

Als am Freitag die letzte der zwölf Einheiten zu Ende ging, blieb uns nur übrig, uns von den neu gewonnen Freunden zu verabschieden und uns für den nächsten Lehrgang zu verabreden.

Samuel Jaeschke