Auf der jüngsten JSK-Ausschusssitzung wurde das Thema eines möglichen Grundstückserwerbs durch die TSV Reinbek zur Weiterentwicklung des Vereines behandelt – und unter Ausschluss der TSV mit neun zu einer Stimme abgewiesen. Damit steht die TSV-Führung ratlos und tief betroffen vor dem momentanen Stand eines bereits seit Jahren laufenden Prozesses.

Bereits im Jahre 2016 hat die TSV Reinbek im Ältestenrat der Stadt für ihre Ideen und Perspektiven geworben, die auch den Ankauf der von bereits durch die TSV genutzten Grundstücke beinhalteten. Die Verwaltung erhielt seinerzeit den Auftrag, „die rechtliche Situation zum Eigentumserwerb“ zu klären.

Nach Vorarbeit durch die Stadtverwaltung hat die TSV dann konkrete Ideen des weiteren Vorgehens erarbeitet und diese in ständigem Austausch mit der Stadt weiterentwickelt. Nach diversen vorbereitenden Gesprächen sind Mitte des Jahres 2018 Vertreter der TSV in diverse Fraktionssitzungen gegangen, um dort von ihren Vorhaben und Ideen zu berichten. Bei allen Gesprächen waren keine negativen Signale zu erkennen; zwar gab es kleinere Nachfragen und es wurde deutlich, dass Feinheiten noch geklärt werden müssten, jedoch wurde die grundlegende Idee des Grundstückserwerbs der TSV zur eigenständigen Weiterentwicklung des Vereins positiv bewertet. Dies wurde auch unterstrichen, als der Bauplatz des Kunstrasens im Sportzentrum Reinbek unter Berücksichtigung der dargelegten Entwicklungsideen der TSV nach Norden verschoben wurde.

Zur ersten Umsetzung der Ideen war dann von der Verwaltung eine Beschlussvorlage erstellt worden, nach der der Bürgermeister beauftragt werden sollte, mit der TSV über den Ankauf von zwei Grundstücken zu verhandeln – und zwar über diejenigen, die bereits von der TSV eigenständig bebaut worden sind (TSV-Halle und Tennisanlage), seitdem baulich von ihr unterhalten werden und deren Nutzung auch jetzt schon zu 100% bei der TSV liegt.

Über diese Vorlage sind die Vereinsmitglieder Anfang dieses Jahres informiert worden und auf der März-Sitzung des JSK-Ausschuss wurde vom Vereinsvorsitzenden nochmals ausführlich das Vorhaben erläutert – weiterhin in positiver Grundstimmung und ohne Äußerung von grundlegenden Fragestellungen.

Doch in der vergangenen Woche wurden die Vertreter der TSV überrascht: Wie alle Grundstücksangelegenheiten so war auch dieser Tagesordnungspunkt auf der JSK-Ausschusssitzung nichtöffentlich, und der Antrag, die Vertreter der TSV als Sachverständige für diesen TOP zuzulassen wurde abgelehnt. Und so wurde unter Ausschluss der TSV beraten und wie in einer nachfolgenden Mail zu lesen war, die Beschlussvorlage mit neun zu einer Stimme abgelehnt!

Seit über einem halben Jahr wurden die vorliegenden Ideen des Vereins positiv mit den Fraktionen diskutiert, es gab keine weiteren Rückfragen oder Klärungsbedarfe, keine Absagen an das Vorhaben und es schien, als ob die Politik den Rahmen schaffen wollte, dem Verein Perspektiven zur Weiterentwicklung zu ermöglichen. Doch dann kam eine solche Entscheidung, und bis heute, eine Woche danach, gibt es keine Rückmeldung aus den Fraktionen, was der Grund für diese Entscheidung ist: Die Vereinsführung steht nun ratlos und irritiert vor dieser Situation und auch die ersten Gespräche mit der Verwaltung konnten noch kein Licht ins Dunkel bringen.