Hombu 325Eine besondere Gelegenheit, Aikido im Ursprungsland Japan zu praktizieren, bot sich einer fünfköpfigen Aikikai-Gruppe rund um Rüdiger Höhne anlässlich der Feier zum 20. Jubiläum des vielen aus Pulheim bekannten Hatayama-sensei: Neben dem Jubiläumslehrgang in Tokorozawa am 5.11.2017 mit Doshu, Asai-sensei und 250 Teilnehmern mit anschließendem, feucht-fröhlichen Festakt konnte die Gruppe der TSV Reinbek im Hombu-Dojo eine von Waka-sensei geleitete morgendliche Trainingseinheit absolvieren und damit an der Keimzelle dieser faszinierenden Kampfkunst im Training mit anderen dem Geist des Gründers O-sensei Ueshiba nachspüren.

Rüdiger Höhne (5. Dan), der als junger Mann schon mal ein halbes Jahr als sog. Uchi-Deshi im Dojo lebend in Tokio verbrachte, zeigte der fröhlichen Aikikai-Schar nicht nur die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der japanischen Hauptstadt – es wurde bei einem Ausflug an die Pazifikküste auch traditionell im Onzen (heiße Quelle) gebadet und in einem Ryokan zünftig nach altjapanischer Sitte gespeist und geruht.

Beeindruckt von der Höflichkeit, dem Respekt vor dem anderen, der demütigen Gleichmut, mit der die Japaner ihren Alltag meistern und der faszinierenden Unterschiedlichkeit der 35-Millionen-Metropole mit ihrem unmittelbarem Nebeneinander von Tradition und Moderne kehrte die Gruppe beseelt, begeistert und beglückt zurück. Die Gelegenheit, Aikido mit Japanern in Japan praktizieren zu können, tiefere Einblicke ins Wesen dieser Kampfkunst erhalten zu haben, war für alle eine unwiederbringliche, tief bewegende Erfahrung, die jedem noch mehr Schwung, Motivation und Inspiration fürs Aikido schenkt.

Pit Kraus vom Cleff