Das Vereinen von Selbstverteidigung und Philosophie scheint auf den ersten Blick ein gewagter Mix zu sein.

Der Sport Aikido jedoch hat mir, Jeanine (FSJlerin bei der TSV Reinbek), gezeigt, wie sinnvoll das Zusammenbringen dieser beiden Komponenten sein kann. Ich habe die Aikidokas beim Frühtraining besucht und werde in den kommenden Wochen auch bei allen anderen Abteilungen - in alphabetischer Reihenfolge - beim Training vorbeischauen. 

Das Ziel im Aikido ist es, den Schwung des Angreifenden mitzunehmen und die Bewegung weiterzuleiten, sodass eine direkte Konfrontation umgangen werden kann. Diese Technik findet auch in diversen Alltagssituationen auf verbaler Ebene Anwendung, weshalb Aikidokas selten ihre Kampfkünste unter Beweis stellen müssen. Die Kunst liegt hier vor allem darin, zunächst den Standpunkt des Gegenübers zu akzeptieren und diesen anschließend von der eigenen Ansicht zu überzeugen.
Aikido kann demnach eine Verhaltensänderung im positiven Sinne hervorrufen. Sowohl bei Kindern und Jugendlichen, als auch bei Erwachsenen.
Das Training wird mit einem Warm-Up begonnen, welches neben Lockerungs- und Dehnübungen auch Rollen beinhaltet. Im Anschluss erfolgen zahlreiche Partnerübungen. Der Partner wird bewusst bei jeder neuen Übung gewechselt, damit jeder Einzelne lernt, mit verschiedensten Angriffsweisen umzugehen. Der Trainer demonstriert die Übungen mit einem der Teilnehmer und korrigiert im Anschluss daran seine Schüler.
Auch die Raumpflege kommt nicht zu kurz: Am Ende des Trainings wird das Dojo einmal durchgesaugt, denn in einem sauberen, ordentlichen Trainingsraum macht alles gleich viel mehr Spaß!

 

Hast du dich beim Lesen des Textes gedanklich im Dojo wiedergefunden? Dann schau doch mal beim Training vorbei, oder komm´ zum Einführungskurs im Februar 2020. Jedes neue Gesicht ist herzlich willkommen! 

 

Hier noch ein paar Eindrücke vom Training:

2019 Training Mo. 1 500 2019 Training Mo. 2 500 2019 Training Mo. 3 500 2019 Training Mo. 4 500