GruppenbildUnsere Reise nach Japan…
Vom 13. bis zum 19. Dezember 2017 nahmen mein Vereinskollege Ramin Hafizi und ich, Kai Beck, beim interkulturellen Sport-Karateaustausch zwischen Deutschland, Holland und Japan teil. Dieser fand in der Geburtsstätte des Karates, und zwar in Japan statt.

Im Hinblick der dort stattfindenden Olympischen Spiele 2020, an dem auch Karatekämpfer teilnehmen werden, war dies schon nach 2015 schon die zweite Einladung der Japaner.

In Japan repräsentierten wir mit 3 weiteren Sportlern und einigen Offiziellen des Karate Verbandes das Team-Deutschland.
Während dieser Zeit lernten wir viel über die Kultur, die Menschen und sammelten natürlich neue Wettkampf-Erfahrungen, die uns hoffentlich in der neuen Saison nützlich sein werden. IMG 6259

Nach einer anstrengenden 17 Stunden Reise empfingen uns die Organisatoren am Flughafen Fukuoka und brachten uns zu unserer Unterkunft in Saga. Danach fand eine kleine Empfangsfeier mit anschließendem Abendessen statt. Der Generaldirektor des Kultur- und Sportministeriums der Präfektur Saga hielt eine kleine Eröffnungsrede und stellte uns dem Team vor.

Am nächsten Tag hatten wir ein volles Programm. Erst besuchten wir einen jahrhundertealten buddhistischen Tempel. Ein Mönch machte eine kleine Führung und brachte uns das „Zazen“ bei, eine uralte Meditationstechnik. Es sah zwar leicht aus, aber wir merkten schnell, dass eine gewisse Körperspannung und Atemtechnik nötig ist um den Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Anschließend besuchten wir eine Teefabrik, wo wir mit Farbstoff mandalaartige Tücher verzierten. Am Ende des Tages bekamen wir die Möglichkeit in einem japanischen Dojo, Karate im ganz traditionellen Stil zu trainieren.IMG 6224

Am 2. Tag fand das offizielle Wettkampf Training statt. Nach einer halben Stunde Fahrt kamen wir endlich in der eher schlicht aussehenden Sporthalle an, ohne zu wissen, dass sich hier die besten Kämpfer Japans versammelten. Dort trainierten wir in einer sehr anstrengenden 2-stündigen Einheit, geführt vom japanischen Jugend-Nationaltrainer. Ab 13 Uhr begann der Vergleichskampf Deutschland und anschließend Holland gegen Japan. Schon beim Aufwärmen merkten wir, die fast schon einschüchternde Motivation der japanischen Athleten. Wie im Militär wärmten sie sich alle Einheitlich in perfekter Formation auf. Von allen Richtungen hörte man Kampfschreie, welche die Halle fast zum Beben brachte. Trotz des gewöhnungsbedürftigen Kampfstils der Japaner, konnten wir uns darauf gut einstellen. Leider musste ich zeitweise wegen einer Verletzung im Krankenhaus behandelt werden, nachdem ich einige Kämpfe für uns gewinnen konnte. Deutschland beendete schließlich den Tag mit 4 Siegen und einer Niederlage. Ein super Ergebnis!

Am letzten Tag hatten wir wieder eine Reihe von Testkämpfen. Alle verliefen reibungslos und ohne Verletzungen. Konsequent und mit voller Energie beendeten wir die anschließenden Freundschaftskämpfe mit 2 Siegen und einer Niederlage. Nach einer kurzen Erholungspause in der Herberge guckten wir uns nochmal die Stadt in Ruhe an. Zum Abendessen gab es dann eine kleine Abschieds-Party.IMG 6446

Die Reise nach Japan brachte uns viele Eindrücke. Es wurden Freundschaften geschlossen und viele Erfahrungen gesammelt. Diese Reise sollte nicht nur für unsere spätere sportliche Laufbahn nützlich sein, sondern auch für unser gesamtes Leben.

Ein Bericht von Kai Beck

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